So leben Menschen mit Behinderung in Schottland:

In Schottland gibt es schon viel Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung. Das Angebot ist so ähnlich wie das Angebot SELMA.

So war das früher in Schottland:

Bis zum Jahr 2013 haben Menschen mit Behinderung mit sehr vielen anderen Menschen in sehr großen Einrichtungen gewohnt.

Zum Beispiel: 2000 Menschen haben in großen Einrichtungen zusammengewohnt.

So ist das jetzt in Schottland:

Die Regierung von Schottland das geändert. Viele Menschen mit Behinderung leben jetzt in eigenen Wohnungen. Viele Menschen führen jetzt ein selbstbestimmtes Leben.

Diese Menschen haben

  • Begleitung
  • ein selbstbestimmtes Leben
  • genau die Unterstützung, die sie brauchen

Das Angebot in Schottland ist sehr gut.

Deshalb waren Personen von der Lebenshilfe Tirol in Schottland. Das war 2024. Eva Pawlata ist Landesrätin und war auch mit in Schottland. Und Menschen von der arge SODIT.

Das haben die Menschen von der Reise erzählt:

Wir waren in einer Stadt in Schottland.
Wir haben einen Mann kennengelernt.
Der Mann ist 59 Jahre alt und wir nennen ihn James.
James hat 40 Jahre in einem Heim mit vielen anderen Menschen gelebt.
Jetzt lebt er seit 6 Jahren in einer kleinen Wohnung.
James wohnt mit einem Freund zusammen.
James und sein Freund kochen zusammen.
Sie machen zusammen den Haushalt.
James geht gerne in die Stadt.
Oder er schaut Filme an.
Oder besucht die Nachbarin.

4 Assistent:innen unterstützen James.

Die Assistent:innen unterstützen James 20 Stunden in der Woche.
James kann mit dieser Unterstützung seine Hobbies machen.

Zum Beispiel:

  • Fußball schauen
  • Theater spielen
  • Ins Theater gehen

James hat sein Leben zusammen mit Fachleuten geplant:

  • Diese Unterstützung braucht James.
  • So viel Geld hat James zur Verfügung.
  • Die Wohnung bezahlt die Sozialhilfe.
  • Wenn James mehr Unterstützung braucht,
  • kann er mehr Unterstützung bekommen.
  • Wenn James Unterstützung bei der Pflege braucht,
  • bekommt er die Unterstützung bei der Pflege.

Zurzeit ist es bei der Lebenshilfe Tirol so:

Zurzeit gibt es das Angebot SELMA noch nicht.

Wann fängt das Angebot Selma an?

Das weiß noch keiner. Aber die Lebenshilfe Tirol möchte bald mit dem Angebot starten.

Personen von der Lebenshilfe Tirol haben der Lebenshilfe in Vorarlberg erklärt:

Die Lebenshilfe Tirol nimmt die Rechte von Menschen mit Behinderung sehr ernst.

Das ist der Link dazu: SELMA auf Österreich-Tournee

Seit 2025 gibt es Arbeits-Gruppen in der Lebenshilfe Tirol.

Das ist der Link dazu: SELMA Arbeitsgruppen starten

Die Arbeitsgruppen bearbeiten wichtige Fragen zu dem Angebot SELMA.

Die Arbeitsgruppen suchen Antworten zu den Fragen:

  • Was ist wichtig beim persönlichen Team?
  • Was ist wichtig bei der Sicherheit über genug Geld?
  • Was ist wichtig bei der Wohnung?
  • Was ist wichtig bei der Pflege?
  • Was ist wichtig bei der Stärkung der Person?
  • Was ist wichtig bei technischen Hilfsmittel?
  • Was ist wichtig bei der Hilfe für die seelische Gesundheit?
  • Was ist wichtig beim Austausch von Informationen?

Die Antworten von den Arbeitsgruppen gibt es schon.

Das ist der Link zu den Antworten: Link

In Tirol gibt es noch einen anderen Plan für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung:

Der Plan heißt Bedarfs- und Entwicklungs-Plan für die Behinderten-Hilfe in Tirol.

Der Plan heißt auch: BEP

Das ist die Abkürzung.

Der Plan geht über 5 Jahre.

In dem Plan von BEP geht es darum:

  • Wie können Menschen mit Behinderung in Tirol leben?
  • Welche Gesetze müssen da sein?

Die Ergebnisse von BEP sind dann die Empfehlung für das Land Tirol.

Das Land Tirol bestimmt dann:

So werden Menschen mit Behinderung in Tirol begleitet.

Erst dann kann die Lebenshilfe Tirol mit dem Angebot SELMA anfangen.

Die Lebenshilfe Tirol stellt das Angebot SELMA allen Mitarbeiter:innen von der Lebenshilfe Tirol vor.

Das ist der Link zu den Veranstaltungen: SELMA stellt sich vor

Es gab 10 Veranstaltungen in ganz Tirol.

Es waren fast 500 Mitarbeiter:innen dabei.

Und es gab ungefähr 50 online Termine.

Die Mitarbeiter:innen haben viele Fragen gestellt.

Viele Mitarbeiter:innen freuen sich auf das Angebot SELMA.

Dokumente in Leichter Sprache

  • Downloads
  • Positionspapier SELMA
  • Folder Angehörige
  • Artikel 19 UN-BRK (2008) – Unabhängige Lebensführung und Einbeziehung in die Gemeinschaft
  • Allgemeine Bemerkung Nr. 5 ( CRPD 2017) zum selbstbestimmten Leben und Inklusion in der Gemeinschaft
  • Leitlinien zur Deinstitutionalisierung (10/2023)

Das sind Fragen zu SELMA und die Antworten:

1. Was ist SELMA?

SELMA ist der Name von der Lebenshilfe Tirol.

SELMA ist eine Abkürzung und steht für:

Selbstbestimmt leben mit Assistenz.

SELMA ist noch ein Plan.

Das Ziel des Plans ist:

Menschen mit Behinderung sollen selbstbestimmt leben und begleitet werden.

Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf Selbstbestimmung.

Das Recht steht in der UN Behinderten Rechtskonvention.

Menschen mit Behinderung müssen bei der Selbstbestimmung unterstützt werden.

Zum Beispiel:

  • Menschen mit Behinderung können so wohnen, wie sie :
  • Und mit wem sie leben wollen.

Zum Beispiel:

  • Mit einer Freundin oder mit einem Freund.
  • Oder auch allein.

Und nicht in Heimen oder großen Einrichtungen.

Eine Institution ist ein Heim, oder eine Wohn-Einrichtung.

In einem Heim leben viele Menschen mit Behinderung zusammen.

Es gibt viele Regeln.

Zum Beispiel:

  • Wann es Essen gibt.
  • Wann Schlafenszeit ist.
  • Wann gebadet oder geduscht wird.

Das ist schlecht.

Denn jeder Mensch kann über sein Leben selbst entscheiden.

Bei der De-Institionalisierung ist es so:

Jeder Mensch kann selbst wählen, wie er leben möchte.

Es gibt keine großen Wohn-Einrichtungen mehr, wo nur Menschen mit Behinderung leben.

Zum Beispiel:

  • Jeder Mensch kann Mittagessen, wann er möchte.
  • Jeder Mensch kann schlafen, wann er möchte.
  • Jeder Mensch kann baden oder duschen, wann er möchte.
  • Und nicht wenn in der Einrichtung Essens-Zeit ist.
  • Oder Schlafens-Zeit.
  • Oder Bade-Zeit.

Wenn ein Mensch mit Behinderung selbstbestimmt in seiner eigenen Wohnung lebt, dann heißt das:

De-Institutionalisierung.

Alle Menschen mit Behinderung können selbst entscheiden:

  • Wie sie leben möchten.
  • Wo sie leben möchten.
  • Mit wem sie leben möchten.
  • Wer sie unterstützt.

Die Menschen, die dich begleiten sind dein persönliches Team.

Du wählst dein persönliches Team selbst aus.

Bist du dabei unsicher?

Dann kann dich jemand bei der Wahl unterstützen.

Das persönliche Team unterstützt dich bei:

  • Deinem Alltag
  • Deiner Körperpflege
  • Kontakt zu Freund:innen und Nachbar:innen
  • Arztbesuchen
  • Freizeit
  • Sexualität
  • Bildung
  • Therapien

 

 

 

Deine Angehörigen bleiben für dich wichtig.

Deine Angehörigen können bei der Planung helfen.

Das Angebot SELMA entlastet deine Angehörigen.

Jetzt bleibt erst mal alles gleich.

Deine Begleitung bleibt so, wie sie ist.

Du bekommst Informationen, wenn das Angebot SELMA startet.

Dann bekommst du die Begleitung, die du dir wünschst

Dann hast du Pflege durch Fach-personal.

Auch das Fach-personal suchst du dir aus.

Dann bekommst du Unterstützung dabei.

Auch Menschen mit Lernschwierigkeiten finden bei dem Angebot SELMA die richtige Unterstützung.

Die Behinderten-Hilfe bezahlt die Leistungen, die du brauchst.

Das bleibt so, wie es war.

Deine Angehörigen können mit der Lebenshilfe Tirol sprechen.

Deine Angehörigen können ihre Erfahrungen erzählen.

Bei dem Angebot ist auch die Meinung von deinen Angehörigen wichtig.

Ja, es gibt bei SELMA einen Nachtdienst, wenn du das brauchst.

Wenn du in der Nacht etwas brauchst, ist schnell ein:e Assistent:in bei dir.

Ja, es gibt bei SELMA einen Wochenend-Dienst.